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Hört die Geschichte von der fleiβigen Berta,
die bei jedem Wetter und besonders bei Nacht
ihre Netze auf meinem Balkon, im Lichtschein der Lampe angebracht
Mit acht kleinen Beinchen und eiligem Gang
spinnt sie den Faden, verklebt ihn und dann
bleibt sie ganz still und hofft das man sie nun nicht mehr sehen kann
Mit eiskaltem Blick schaut sie auf Motten, auf Falter, auf Mücken
und dann und wann
fliegt so ein Tier in ihr Netz und zappelt solang
bis Berta es sich holen kann.
So manch schöner Käfer der Rücken so bund
verfing sich im Netz, ja in diesem Ding
klebte neulich sogar, verzweifelt ein schöner Schmetterling
Blitzschnell kam die Berta aus der Starre hinaus
und blies diesem Tierchen das Lebenslicht aus
Sie tat es ganz stumm und mit hohem Genuβ, verschlang sie den fetten Abendschmauβ
So ging´s viele Wochen, tagein und tagaus, und wenn das Netz
auch irgendwann zerriβ
mit acht kleinen Beinchen und eiligem Gang
baut sie es wieder auf das ist gewiβ.
Ja das wär´ ein Leben, denkst Du jetzt bei Dir
Gingst nie mehr zur Arbeit, ständ´st nie mehr früh auf
schliefest nur in deinem Netz, und lieβest den Dingen ihren Lauf
Mit acht keinen Beinchchen und hungrigem Bauch
fingst Du die Tierchen und äβest sie auch
so ungewürzt und roh, Du tätest nicht mal Mostrich drauf
Mit eiskaltem Lächeln verzehrst Du die Motten und Falter und Mücken
und irgendwann
wärst Du fett wie die Berta und häβlich dazu
und aus wär es mit Dir im Nu.
Denn auch meine Katze, so flauschig und weich
sah dieses Netz, das sag ich Dir gleich
mit Berta mitten drin und ihrem Fleisch so Nährstoff reich
Mit vier kleinen Pfötchen und kräftigem Schwung
krallte sie die Spinne noch mitten im Sprung
dann saβ sie da ganz still und drehte sich langsam zu mir um
Mit freundlichem Blick, sah sie mich an, als wollte sie sagen
schau mich nur an
Die Spinne ist fort, nun wisch´ ab das Netz
und denk am besten nicht mehr dran
An die Geschichte ........... wie "1"
April 2003 in Kirspenich und Belezy
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