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Radkränze, quietschen auf dem Gleis zum Schrottplatz
Schwefelgeruch, liegt gelb und schwer über der Stadt
Die riesigen grau-roten Schornsteine spucken
weiβen, roten und gelben Qualm in den Himmel
Manchmal seh´ ich auch noch wie damals,
wenn ich als Junge aus dem Fenster sah,
wie der Himmel blutrot flackert,
bedrohlich, als würden im Feuer von tausend Drachen die Wolken verglühen
Dann spüre ich sie noch, die Hand meines Vaters,
die er zärtlich auf meine Schulter legt.
Ich hör seine Stimme, die sanft zu mir sagt
"Das Licht kommt vom flüssigen Eisen,
das aus der großen Pfanne in die Grube flieβt"
Dann sag ich manchmal leis´ zu mir
ich will nach Haus, ich bleib nicht hier
Ich will zurück in meine Stadt
auch wenn sie nur dunkle Farben hat
wenn es dort laut ist und es stinkt
so bin ich doch ihr stolzes Kind
Manchmal, dann packt´s mich, dann fahr ich dorthin.
Besuch einen Freund - und besuch meine Stadt.
Der Freund ist schon grau, genau wie ich
er schaut mit stolzem Blick in die Nacht
Es gibt keinen Schornstein mehr,
der seine bunte Last in den Himmel wirft
Das Stahlwerk ist schon lange fort
Vom grünen Rasen eines Stadions zeigen glitzernde Flutlichttürme auf zur Sonne
Auf neuen und schönen Straßen fahren Autos,
so bunt wie der Rauch von damals
Nur am Himmel, da ist kein Feuer so wie einst
und er leuchtet nicht
Und die warme Hand meines Vaters gibt es auch nicht mehr
Dann sag ich manchmal leis´ zu mir
mein Zuhaus´ ist nicht mehr hier
dies ist nicht mehr meine Stadt
die viel zu grelle Farben hat
Meine Welt ist nicht mehr da
wo ich als Kind so glücklich war
Dann sag ich manchmal leis´ zu mir
mein Zuhaus´ ist nicht mehr hier
dies ist nicht mehr meine Stadt
die viel zu grelle Farben hat
Meine Welt ist nicht mehr da
wo ich als Kind so glücklich war
Arloff 2004
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